Tag 2 in Kanada

Dank Jet-Lag und des Schlafes zwischen der Bretagne und Nova Scotia war ich schon um 8 Uhr wach – und das ohne Wecker (einige von euch werden mich jetzt gar nicht wiedererkennen ;) )!

Aber eigentlich war das perfekt, um den Sightseeing-Tag zu starten. Preisfrage: Wohin zieht es einen zuerst, wenn man in Niagara Falls ist?

Ja, richtig! Leider hat das Wetter an den Horseshoe Falls nicht ganz mitgespielt:

Hier die American Falls, die etwa 400 Meter von den Horseshoe Falls entfernt sind. An jedem anderen Ort wäre das DIE Sehenswürdigkeit – hier verblassen sie aufgrund der Nähe zu den mächtigen Horseshoe Falls etwas.

Während die Horseshoe Falls auf der Grenze zwischen Kanada und den USA liegen, sagt es der Name schon: Die American Falls liegen komplett in den USA. Die Fotos sind alle von der kanadischen Seite entstanden.

Kleinere Wasserfälle gibt es hier auch noch. Seit über 100 Jahren wird die Region um die Niagarafälle zur Erzeugung von Strom aus Wasserkraft genutzt. Hier das Gebäude eines alten Wasserkraftwerks, im Hintergrund die Niagara Scow, eine Schute, die 1918 abgetrieben wurde und mit zwei Männern an Bord hier auf Grund lief. Die beiden Seeleute wurden von der Schute gerettet – und das ohne Jetboote oder Helikopter! Letztlich wurde ein Seil mit einer Kanone vom Ufer auf die Schute geschossen und die Seeleute mussten sich an dem Seil entlanghangeln, bis sie das rettende Ufer erreicht hatten.

Danach fuhr ich durch den alten Business District von Niagara Falls zum Hotel zurück. Hier die katholische Kirche der Stadt:

Nachdem das Wetter mit ständigem Schneefall nicht allzu angenehm war, beschloss ich, zum Nachmittag nur noch Dinge zu unternehmen, die mit Indoor-Aktivitäten verbunden sind. Meine Wahl fiel schließlich auf einen Ausflug in die USA. Zunächst fuhr ich für zwei Stunden Shopping in die Niagara Fashion Outlets – preislich ist Kleidung “drüben” ja wesentlich günstiger als hier, was ich auch ausgenutzt habe. Und für den Abend habe ich noch eine Karte für ein NHL-Spiel ergattern können. Also war um 19 Uhr Buffalo Sabres vs. New Jersey Devils angesagt.

Buffalo Sabres vs. Ney Jersey Devils 1:4 (0:1, 1:0, 0:3), National Hockey League

Fist Niagara Center, Buffalo. Zuschauer: 18.690

Zur Statistik des Spiels

Bei den Sabres spielte Christian Ehrhoff, der aber auch bei der insgesamt schwachen Vorstellung seiner Mannschaft nicht überzeugen konnte. Die Partie endete mit 1:4 für die Devils, der Großteil der Zuschauer ging nach dem 1:3 nach Hause. Immerhin bewies der Hallensprecher Humor, als er nach dem 1:3 “I’m still standing” von Elton John einspielte. Auch sonst war ich etwas enttäuscht von der Stimmung in der Halle. Mag sein, dass das auch an der schwachen Leistung des Heimteams lag, aber die ständigen Werbe-, Gewinnspiel- und sonstigen Einblendungen auf dem Videowürfel animierten auch nicht unbedingt zum mitmachen, Leider habe ich in der Halle bemerkt, dass ich den Akku meiner Kamera vergessen hatte. Daher nur ein paar mit dem Handy geschossene Bilder.

Auf dem Weg zur Eishalle:

Valentinstag war auch noch:

Und hier noch zwei Aufnahmen aus dem Inneren der Halle. Der Platz, von dem ich die Fotos gemacht habe, gehörte zur günstigsten Kategorie. Immerhin wurden noch stolze 44 Dollar fällig – wenn man sich noch die anderen Preise (Bier 9,50 Dollar, Viertel Pizza 6 Dollar) anschaut, nicht unbedingt ein günstiges Erlebnis.

Nach dem Spiel ging es wieder über die Grenze nach Kanada. Wieder eine “lustige” Fragestunde. Was ich in den USA gemacht hätte, wie lange ich in Kanada bleibe, ob ich auch den CN Tower anschauen will… Wenigstens konnte man im Duty Free noch günstiges Molson einkaufen. Hier kosteten 24 Dosen (355 ml) etwa 13 Euro. Zum Vergleich: In Kanada hätte dieser Einkauf etwa 25 Euro gekostet, da Alkohol in Kanada (außer Quebec) grundsätzlich nur in staatlichen Läden verkauft werden darf. Die meisten der von mir erworbenen Dosen waren für den Export nach Deutschland bestimmt… ;)

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Kanada oder “Eishockey als Abendbeschäftigung”

Nach und nach werde ich nun den Bericht über meine Reise nach Kanada online stellen. Nachdem ich mit sieben Tagen auch für meine Verhältnisse ungewöhnlich lange unterwegs war, gibt es auch viel zu lesen und zu sehen. Das ist auch einer der Gründe, warum ich das alles nur Tag für Tag online stelle – ich will euch nicht mit dem Bericht “erschlagen”. Übrigens gibt es einige Berichte von Sportveranstaltungen. Diese sind aber klar gekennzeichnet und wer sie nicht lesen möchte, aber dafür den restlichen Bericht, kann sie einfach überspringen.

Gebucht habe ich den Flug Mailand-New York-Toronto sowie den Rückflug Toronto-Rom-Wien bei ebookers, die es mir erlaubt hatten, einen Tarif zu buchen, bei dem ein Großteil des Kerosinzuschlags “vergessen” wurde. So kosteten Flüge 190 Euro. Dazu kamen dann noch die Anschlussflüge von Düsseldorf nach Mailand sowie von Wien nach Hannover für etwa 70 Euro.

Tag 1

Hier dann zunächst der erste Tag. Los ging’s in Osnabrück schon um 0:50 Uhr. Mit dem Zug fuhr ich nach Düsseldorf, um gegen 6:30 Uhr mit Air Berlin nach Mailand zu fliegen. Dort verlief auch alles reibungslos – bis ich beim Baggage-Drop-Off von der “netten” (zumindest auf ihre Art und Weise) Groundhandling-Mitarbeiterin nach meinem Rückflugticket gefragt wurde. Ich hatte ja eines, und nachdem es seit mindestens fünf Jahren Flugtickets bei den großen Gesellschaften i. d. R. nur noch elektronisch gibt, wollte ich ihr erklären, dass sie doch in ihrem Laptop nachschauen könne. Die Antwort befriedigte sie nicht unbedingt und ich zeigte ihr meinen Buchungsausdruck. Der war natürlich auf Deutsch und ich glaube nicht, dass sie viel davon verstanden hat. Dennoch war sie dann zufriedener. Während ich ihr noch meine Hotelbuchung zeigen durfte (wie kann man eigentlich erkennen, ob eine ausgedruckte E-Mail authentisch ist?!), landete ich auf irgendeiner ominösen Liste auf Nummer 1. Dass das nicht die Liste für Business-Class-Upgrades ist, war mir klar. Was diese aber bezweckte, weiß ich bis heute nicht, bei der Einreise in die USA gab es zumindest keinen besonderen Aufwand für mich.

Abgesehen von diesem lächerlichen Frage-und-Antwort-Spiel war der Flug mit Delta Airlines von Mailand nach New York der angenehmste Langsteckenflug, den ich jemals hatte. Die Maschine war vielleicht zu 40 % gefüllt und ich machte es mir auf meinen beiden Sitzen am Fenster bequem. Nach dem Start gab’s noch einen kleinen Rundflug über die Alpen,

ehe das Essen kam. So kann die Reise beginnen:

Nach ein paar Stunden Schlaf wurde ich irgendwo vor Cape Cod wach. Noch knapp zwei Stunden, Zeit für ein paar Fotos.

Cape Cod National Seashore mit dem Wellfleet Harbor:

Kurz danach ging’s auch schon in den Landeanflug auf den John-F.-Kennedy-Airport. Hier ist Long Beach zu sehen:

Nach der unkomplizierten Einreiseprodezur hatte ich etwa 6 Stunden, ehe mein Flug nach Toronto ging – genug, um nach Manhattan zu fahren.

An der Penn Station angekommen, machte ich mich gleich auf, zumindest die wichtigsten Sehenswürdigkeiten New Yorks mitzunehmen.

Kreuzung West 33nd Street/8th Avenue – im Hintergrund das James Farley Post Office. Wer im Bezirk dieses Postamts wohnt, hat die US-Postleitzahl 10001:

Viel Zeit zum Verweilen blieb nicht, weiter zum Empire State Building. Eine fotografische Herausforderung, wenn man etwa 20 Meter von diesem knapp 400 Meter hohem Gebäude steht:

Auch die nächsten Bilder sind im vertikalen Format – nicht ungewöhnlich für die Stadt mit der höchsten Wolkenkratzer-Dichte Nordamerikas.

Times Square:

Weiter mit der Subway zum Financial District. Hier die Statue von George Washington vor der Federal Hall, dem ersten Kapitolgebäude der Vereinigten Staaten:

Ob es Zufall ist, dass er in Richtung der New York Stock Exchange, des Welt-Finanzzentrums, schaut? Ich glaube es nicht, richtete meinen Blick aber nun auch dahin:

Etwas verloren wirkt in den Häuserschluchten Downtown Manhattans die Trinity Church, immerhin zur Zeit des Baus das höchste Gebäude der Stadt. Dass das gerade mal gut 100 Jahre her ist, kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man die vergleichsweise langsame Entwicklung europäischer Städte anschaut.

Apropos Entwicklung: Natürlich wird in New York auch weiterhin gebaut. Hier leider aus einem Anlass, den meine Generation wohl nie vergessen wird. Der Neubau des One World Trade Center:

Nach Fertigstellung soll das Gebäude das höchste New Yorks sein.

Obwohl die Terroranschläge mittlerweile fast 11 Jahre her sind, herrscht zwischen dem Baulärm, herumeilenden Bankern und Touristen immer noch eine irgendwie merkwürdige Stimmung.

Memorial für die Feuerwehrleute:

“Gewidmet den Gefallenen und denjenigen, die weitermachen.”

Die letzte Station meiner New-York-Stippvisite war der Battery Park. Eigentlich nicht wegen des Parks, sondern vielmehr wegen der Aussicht. Zunächst mit dem Blick nach Jersey City noch etwas unspektakuläres:

Und dann spektakulärer (naja, eigentlich nicht, aber es ist halt das Wahrzeichen der Stadt):

Danach fuhr ich auch schon wieder mit der Subway zum Flughafen zurück, um den dritten und letzten Flug dieses Tages nach Toronto anzutreten. Dort habe ich meinen Mietwagen übernommen und bin nach 1 1/2 Stunden Fahrzeit nach insgesamt 30 Stunden unterwegs müde in mein Hotel-Bett in Niagara Falls gefallen.

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Regen in Cambridge

In der vergangenen Woche war ich mal wieder für einen Tag in England. Kurz zum Hintergrund meines Kurztrips:

Einige von euch wissen sicherlich, dass ich gerne mal für einen Tag mit Ryanair nach London fliege. So war ich in den letzten Jahren sechs Mal in London. Dabei habe ich mit immer über die Preise des Stansted Express in die Stadt echauffiert – schließlich kostete mich die Bahnfahrt nicht selten das Fünffache des Flugs von Bremen nach London-Stansted. Daher überlegte ich mir, ob ich als London-Fan mal etwas anderes in den nördlichen Home Counties sehen will. Meine Wahl fiel dann auf Cambridge. Ich hatte einen Tag vor Abflug noch einen Mietwagen gebucht – für 25 Euro pro Tag, über Expedia gebucht, eine sehr sinnvolle Investition, wie sich noch herausstellen sollte, denn schon die Wettervorhersage versprach nichts Gutes.

Los ging’s wie so oft am Osnabrücker Hauptbahnhof, der um kurz nach 4 Uhr morgens eine Sammelstelle obskurer Personen ist. Das Gefühl des Grausens in der Halle wird nur durch den Menschen, der mit seiner Wischmaschine den Boden säubert und einen von Zeit zu Zeit verjagt, unterbrochen. Doch auch diese Hürde wurde gemeistert und so saß ich nach Umsteigen in Dreye und Weiterfahrt mit dem Bus rechtzeitig in der Ryanair-Maschine gen London-Stansted, wo ich zehn Minuten vor der planmäßigen Zeit angekommen bin.

Dort ging’s dann zu Budget, die mir den günstigen Mietwagen verschafft hatten. Auf dem Parkplatz angekommen, bin ich natürlich erst zur falschen Seite des Autos gegangen, um wieder einmal festzustellen, dass Autos in Großbritannien das Lenkrad auf der rechten Seite haben. Auch die Versuche, mit der linken Hand den Gurt aus der Verkleidung der B-Säule zu ziehen sowie die rechte Hand zum Schalten zu benutzen, schlugen fehl. Nach ein paar Minuten hatte ich mich aber an das Auto gewöhnt und so war es kein Problem, in einer knappen halben Stunde Cambridge zu erreichen. Mit dem P+R-Bus fuhr ich die letzten paar Meilen in die Innenstadt.

Dort flüchtete ich mich zunächst ins Einkaufszentrum Grand Arcade. Dort war aber um kurz nach 10 Uhr nicht allzu viel los.

Von dort startete ich meinen Stadtrundgang, der aber aufgrund des Regens nicht sehr ausführlich wurde. Zunächst führte mich mein Weg zum Christ’s College, das vor allem für die biologische Fakultät bekannt ist.

Danach ging’s zum Market Square mit der Rückseite der Holy Trinity Church. Der Markt, der eigentlich stattfinden sollte, bot aber ein recht trauriges Bild.

Pizza gibt es in diesem eigentümlichen Gebäude. Und rechts sind Bauzäune zu sehen, die mich in der Stadt häufiger verfolgten. Anscheinend wurde gerade alles für die nächste Sommer-Touristensaison hergerichtet.

Blick von der „cow“ in Richtung des Market Sqaure:

Durch die verwinkelten Gassen der Innenstadt ging es dann weiter – immer den Wasserpfützen ausweichend.

Das bekannteste College Cambridges ist das King’s College. Hier studierten unter anderem John Keynes, Adam Turing oder Salman Rushdie. Die englische Wikipedia hat Artikel zu ca. 600 Alumni des King’s College. Irgendwie schon beeindruckend, so auch die Architektur:

Weniger beeindruckend fand ich, dass auch Ende Januar, wenn sowieso kaum Touristen in der Stadt sind, Eintritt für Besucher des Colleges verlangt wird. Gut, „Eintrittsgebühren“ für Hochschulen gibt es in Deutschland in etwas anderer Art und Weise auch, aber bevor es hier zu politisch wird, wende ich mich lieber der Fortsetzung meines Stadtrundgangs zu. Weiter ging’s zum Fluss Cam, der der Stadt ihren Namen gab. Links ist die Rückseite des King’s College zu sehen:

Auf der Cam kann man sich auch mit Booten fortbewegen. Dabei stößt man sich – ähnlich wie die Gondoliere in Venedig – mit einem langen Stock vom Grund ab. Nach näherer Inspektion der Boote hatte ich aber keine Lust mehr auf eine Fahrt, da mir nasse Füße noch gefehlt haben:

So ging ich wieder zurück in die Innenstadt, wo ich dem Great Gate des Trinity College begegnete. Am Trinity College studierten insgesamt 32 Nobelpreisträger, unter anderem Ernest Rutherford oder Niels Bohr. Auch Isaac Newton und Prince Charles studierten hier. Für Besucher war das College aber geschlossen, was mich zum Glück nicht in die Verlegenheit brachte, mir zu überlegen, ob ich den Eintritt zahlen soll.

Nachdem ich dann endgültig durchnässt war, beschloss ich zum Auto zurückzukehren und während der Fahrt nach Braintree zumindest meine Jacke trocknen zu lassen. In Braintree gibt es das Freeport Shopping Village, das im Gegensatz in den meisten deutschen Outlet Centres noch echte Schnäppchen hat. Für einen Shopping-Tag auch Abseits von London ist das Village durchaus empfehlenswert. Dafür benötigt man aber idealerweise einen Mietwagen. Mit der Bahn braucht man von Stansted für etwa 30 Kilometer über 2 Stunden, auch der Bus braucht über eine Stunde.

Nachdem ich meine Einkäufe erledigt hatte, ging es zurück zum Flughafen, um beim überteuerten Chinesen zu essen und anschließend zurückzufliegen.

Fazit: Cambridge war als Alternative zu London gedacht, kann aber natürlich an die Weltmetropole nicht heranreichen. Wenn man aber mal im Sommer einen Ausflug machen möchte, ohne den Trubel der Großstadt haben zu wollen, ist Cambridge mehr als eine Alternative. Ich hatte leider das Pech, dass das Wetter „typisch englisch“ war.

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24 Stunden auf Teneriffa

Vor knapp zwei Wochen war ich zum zweiten Mal auf Teneriffa. Ich hatte noch einen 111-Euro-Gutschein für Pauschalreisen von ab-in-den-urlaub.de, den ich für 8 Euro bei Groupon gekauft hatte. Dieser musste noch bis 31.12.2011 eingelöst werden und so war ich kurz vor Weihnachten auf der Suche nach einer passenden Reise. Vor allem für Kurzreisen lohnt sich dieser Gutschein, den es ähnlich auch immer wieder von opodo bei Groupon gibt, sehr. Nach Abzug des Gutscheins war die Reise für mich effektiv umsonst – der Nachteil war aber, dass nur noch eine Nacht Aufenthaltsdauer verfügbar war.

So ging es dann um 5:38 Uhr in Osnabrück los. Mit der Bahn bin ich nach Hamburg gefahren, um dort den TUIfly-Flug nach Teneriffa Süd anzutreten. Etwas erschrocken war ich jedoch schon beim Online-Check-In ob der Wahl des Fluggerätes von TUIfly: In einer Boeing 737-800 sollte ich mich fünf Stunden lang auf dem Weg nach Teneriffa aufhalten (wer schon mal mit Ryanair geflogen ist, weiß, was ich meine). Unter anderem dadurch, dass die Sitztasche sich in dem Flugzeug in der Höhe der Kopfstütze befand, hatte ich zumindest genug Beinfreiheit. Nerviger waren auf der Hinreise jedoch meine Mitpassagiere. Anscheinend gab es doch einige Leute, die ihren Ruhestand auf Teneriffa verbringen und über die Weihnachtsfeiertage in Deutschland waren. So senkte ich den Altersdurchschnitt auf der Maschine bestimmt um einige Jahre. Nervig war vor allem die Tatsache, dass der Kabinengang als Aufenthaltsbereich genutzt wurde. So wurde es für mich auf dem Weg zum Waschraum sowie für die Flugbegleiter jedes Mal sehr beschwerlich, sich durchzuschlagen. Als dann auch noch gefragt wurde, ob sich ein Arzt an Bord befindet, sah ich mich schon aufgrund eines medizinischen Zwischenfalls in Portugal notlanden. Zum Glück ging es der Passagieren nach einer kurzen Behandlung in der hinteren Galley wieder besser, so dass wir alle wohlbehalten auf dem Flughafen Teneriffa Süd landeten.

Mein erster Weg führte mich zu Europcar, wo ich einen Wagen gemietet hatte. Zum einen, um nicht ewig im Transferbus vom Flughafen zum Hotel zu sitzen, zum anderen, um noch etwas von der Insel zu sehen. Denn meiner Meinung nach ist die landschaftliche Vielfalt Teneriffas viel zu schade, um in den Touristenorten an der Küste zu bleiben.

Nach etwa 30 Minuten Fahrt erreichte ich mein Hotel Virgilia Park in Los Gigantes. „Sehr komisch“, war die Aussage des sehr freundlichen Rezeptionisten aufgrund der Tatsache, dass ich nur eine Nacht bleiben würde. „Drei Nächte hatten wir schon öfter. Aber eine Nacht – nein, das kam noch nicht vor“, schien er wirklich etwas verwirrt. Für diese eine Nacht bekam ich ein Apartment, das alles hatte, was ich benötigte. Es war aber kein Vergleich mit dem tollen Executive-Zimmer im Iberostar Torviscas Playa, wo ich vor einem Jahr war. Der Ausblick vom Balkon entschädigte aber für einiges:

Die Sonne stand gegen 16 Uhr schon recht tief und so machte ich mich auch gleich zum Teide-Nationalpark auf. Der Teide ist der höchste Berg Spaniens – und das auf einer Insel, die kleiner als das Saarland ist. Hier der Teide im Licht der Dämmerung:

Und hier noch ein Bild, das ich bei einem Zwischenstopp im Teide-Nationalpark gemacht habe:

Obwohl es an der Küste noch etwa 25 °C waren, war es auf etwa 2.000 Meter Höhe ziemlich kühl – schätzungsweise 10 °C waren es hier noch. Deshalb ging es dann auch recht schnell wieder weiter.

Nach Masca, meinem eigentlichen Ziel, habe ich es an diesem Tag nicht mehr geschafft. Das wurde also auf den nächsten Tag verschoben. Für den Abend habe ich mir im Supermarkt noch Brot mit Salchichon und zwei Dosen Dorada, das auf den Kanaren gebraut wird, gekauft.

Am nächsten Tag ging es dann zum Dorf Masca. Alleine schon die Fahrt dorthin ist spektakulär:

Das Dorf selbst war bis vor etwa 40 Jahren nicht mit normalen Pkw zu erreichen und liegt größtenteils auf einem Felsvorsprung:

Hier der Blick zurück “nach oben”:

Leider war so viel los, dass es keinen Parkplatz mehr für mich gab. Auf eine kurze Wanderung durch den Barranco de Masca musste ich also verzichten. Auf der Rückfahrt habe ich für die fünf Kilometer lange Strecke von Masca nach Santiago del Teide fast 30 Minuten gebraucht. Vor mir war ein Bus, der in den engen Serpentinen immer wieder zurücksetzen musste, da er sonst nicht um die Kurve gekommen wäre. Fazit: Der Besuch von Masca ist nur für geübte Fahrer in Fahrzeugen mit guter Bremsleistung empfehlenswert. ;)

Um 14:10 Uhr sollte es nach Hamburg zurückgehen. Ich war etwas früher am Flughafen, so dass ich noch dem Duty-Free-Shop einen Besuch abstattete. Dort habe ich dann auch einen flughafenweiten Stromausfall erleben dürfen. Geplündert habe ich den Laden in dieser Zeit aber nicht :) . Das Boarding des Rückflugs war auch etwas chaotisch, so dass es mit ca. 25 Minuten Verspätung losging.

Dies hatte die Folge, dass ich in Hamburg erst mit dem „Nachtzug“ nach Frankfurt, der eigentlich ein normaler Intercity ist, nach Osnabrück fahren konnte. Ich hatte ein Abteil für mich alleine. Dort konnte man die Sitze ausziehen. Wenn man sichergehen könnte, ein Abteil für sich zu haben, ist das eine günstige Alternative, zumindest von Hamburg, Bremen oder Osnabrück nach Köln, Koblenz, Mainz oder Frankfurt zu kommen – Schlaf inklusive, da man das Licht und den Lautsprecher im Abteil ausschalten kann:

Mein Fazit: Teneriffa ist bis jetzt für mich eine der tollsten Gegenden, was die Landschaft angeht, in der ich bisher war. Ohne Mietwagen wird es aber schwer, alle Sehenswürdigkeiten der Insel sehen zu können, obwohl es ein gutes öffentliches Busnetz geben soll. Die Fahrzeiten der Busse dürften aber vor allem entlang der Gebirgsstraßen jenseits von Gute und Böse liegen.

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Malediven 2011

Nachdem mein Urlaub in den Emiraten kurzfristig aus persönlichen Gründen abgesagt werden musste, war ich auf der Suche nach einer kurzfristig bezahlbaren Alternative. Ich habe mich an die Super-Last-Minute-Flüge von L’tur erinnert und eigentlich auf Cancun gehofft. Es kam aber anders und zu für mich idealen Zeiten (Montag-Samstag) gab es noch einen Platz nach Male.

So ging’s dann Montags zuerst von DUS nach MUC, bevor ich in die Maschine nach MLE umgestiegen bin. Nette Randnotiz: Meine Nachbarn vom ersten Flug habe ich auch in der Maschine nach MLE wiedergesehen.

Mit dem A330-200 gings dann etwa 20 Minuten verspätet los – was sich aber nicht als schlimm erweisen sollte. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 896 km/h wurde die Verspätung bis Male wieder aufgeholt, wir waren sogar etwa eine Stunde früher da!

Für die vier Nächte auf den Malediven habe ich mich für eine Low-Budget-Lösung entschieden. Nicht nur, aber auch aus dem Grund, weil ich noch einiges sehen wollte und ich nicht nur am Strand auf einer Resortinsel abhängen wollte. Daher habe ich mich für das Daisy Inn auf Hulhumale entschieden. Hulhumale ist die künstlich geschaffene Nachbarinsel der Flughafeninsel und mit dieser über einen Damm verbunden. Das Hotel selbst kann ich nur empfehlen, auch wenn es wohl nichts für zwei Wochen ist. Aber als Übernachtung vor oder nach einem Flug ist es eine ideale Lösung.

Nach der Ankunft am Morgen bin ich gleich mal zum Strand, den man morgens an Werktagen fast alleine für sich hat. Ist zwar nicht der typische Malediven-Traumstrand, aber dennoch konnte man es hier aushalten. An einigen Stellen machte sich aber das fehlende Umweltbewusstsein der Einwohner bemerkbar, obwohl das Wasser absolut sauber war.

Nachdem ich noch einige kleinere Einkäufe getätigt und in einem Restaurant gegessen habe (alleine die Suche nach einem Geschäft, das Sonnencreme führte, dauerte zwei Stunden ), bin ich auch recht früh ins Bett gefallen.

Am zweiten Tag stand ein Ausflug nach Male, der Hauptstadt der Malediven, auf dem Programm. Von Hulhumale gibt es eine Fähre, die im Viertelstundentakt fährt. Kostenpunkt: 5 Rufiyaa (ca. 0,30 Euro). Alleine schon die Fahrt war recht beeindruckend. Man merkt hier deutlich, dass Schiffe das Haupttransportmittel sind. Diese Palme wuchs auf einer unbewohnten Insel. Obwohl, Insel ist etwas übertrieben. Das Stück Land war vielleicht 10×10 Meter groß:

Male selbst ist ganz interessant, ich fand die Stadt aber teilweise unangenehm: 100.000 Einwohner leben auf einer Fläche von 1,8×1,2 Kilometern. Da anscheinend auch jeder ein motorisiertes Fortbewegungsmittel benötigt, war ich aufgrund oft fehlender Bürgersteige stets auf der Hut, um nicht von einem Moped, Taxi oder Kleinlaster überfahren zu werden. Daher gibt’s von Male leider auch keine Bilder. Darüberhinaus trug das Klima (über 30 Grad und Luft zum Schneiden in den engen Gassen) bei jemandem, der vor 36 Stunden noch im europäischen Winter war, nicht unbedingt zum Wohlbehagen bei. Für den Abend kaufte ich mir zwei Dosen dieses alkoholfreien Bieres, um auf dem Hotelzimmer zu entspannen.

Das Nachtleben ist hier nämlich nur rudimentär vorhanden. Die einzige Möglichkeit, den Abend zu verbringen, besteht im Besuch eines Restaurants oder Cafés…
Tag 3 war wieder ein Strand-Tag. Außerdem habe ich mal Hulhumale erkundet. Die Insel ist ein faszinierendes städteplanerisches Projekt. 60.000 Einwohner sollen nach Fertigstellung im Jahr 2020 hier leben. Doch im Moment ist es hier noch recht idyllisch. Weite Flächen, vor allem im Süden der Insel sehen so aus:

Dafür gibt’s da dann auch noch ein paar einheimische Tierarten:

Am Tag vor der Abreise bin ich zur Nachbarinsel Farukolhufushi gelaufen. Ja, richtig gelesen: Gelaufen! Bei Ebbe kann man durch das seichte Wasser der Lagune, das maximal bis zur Hüfte reicht, hinüberlaufen. Allerdings sollte man auf Korallen achtgeben und diese überschwimmen. Badeschuhe sind übrigens auch Pflicht. Dort angekommen, wurde ich von den Mitarbeitern des Club Faru (ehemals Club Med) zwar etwas komisch angeschaut, bei meiner Inselumrundung aber in Ruhe gelassen. Hier ist die Resortinsel von Hulhumale aus:

Das ist sowieso etwas, das mir äußerst positiv aufgefallen ist: Trotz der augenscheinlichen Armut der Leute wird man als Tourist im Gegensatz zu anderen Gegenden in Ruhe gelassen. Nur ein einziges Mal wollte mir ein Verkäufer am Strand Muscheln andrehen. Wenn der Individualtourismus auf die Malediven, der erst seit 2009 erlaubt ist, zunimmt, wird sich das wahrscheinlich leider ändern. Die Maldivianer habe ich sowieso als sehr zurückhaltend erlebt. Ob das ihre Art ist oder sie von der jahrzehntelangen Diktatur so gemacht wurden, weiß ich nicht.
Am fünften Tag ging‘s dann auch schon wieder zurück. Natürlich nicht ohne ein Souvenir zu kaufen. Wie üblich habe ich mich für lokales Bier aus dem Duty-Free-Shop entschieden. Da die Malediven als muslimisches Land “trocken” sind (Ausnahme: Resortinseln und Flughafenhotel), gab es „nur“ indonesisches Bintang-Bier. Interessant war die Preisgestaltung: 1 Dose 2 US-Dollar, 24 Dosen 15 Dollar. Also musste ich nicht lange überlegen, was an der Sicherheitskontrolle vor dem Gate noch einmal die Aufmerksamkeit meiner lieben Mitreisenden auf mich gezogen hat. Schließlich hat ja nicht jeder ne Palette Dosenbier im Rucksack. :D Nach dem Genuss des ersten Bieres zu Hause habe ich es aber bereut, gleich so viel zu kaufen… Während des Fluges habe ich gemerkt, dass knapp 11 Stunden in der Eco des Air-Berlin-Airbus äußerst grenzwertig sind. Das Produkt ist auch nicht mehr unbedingt auf dem aktuellsten Stand. In-Flight-Entertainment, bestehend aus Monitoren, die alle 4 Reihen angeordnet sind und 3 Filme sowie die unvermeidlichen Comedy-Clips zeigen. Am besten war da noch die Airshow… Am Schluss war ich sogar so verzweifelt, dass ich mir den Robbie-Williams-Kanal angehört habe. Die Kabinenbesatzung machte aber sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückflug die Mängel des Produktes wett – sehr freundlich!

Insgesamt kann ich die Malediven für Ruhesuchende nur empfehlen. Auch das Essen kam meinem Geschmack sehr entgegen (mir sind in Europa grundsätzlich alle Speisen zu schwach gewürzt :D ). Empfehlen kann ich in Hulhumale das Cafe Cappuccino in der Hauptstraße. Nach dem Chili-Seafood am ersten Abend hatte der freundliche Restaurant-Chef für die restlichen drei Tage einen Stammgast. Hauptgericht+Fruchtsaft+Wasser lag preislich bei 3-4 Euro.

Ach ja: Leider ist mir erst nach der Rückkehr aufgefallen, dass ich einen Staubpartikel auf der Kameralinse hatte. Macht sich natürlich bei dem blauen Himmel nicht so toll. Hatte auch noch keine Lust, die Bilder zu bearbeiten. Der Alltag hatte einen schneller wieder, als einem lieb ist…

Wer eine ähnliche Reise unternehmen will:

Kurzfristig (also 1-3 Tage vor Abflug) gibt es öfter mal Flüge nach Male mit Air Berlin (zumindest solange Air Berlin die Strecke noch bedient). Ich habe da bereits Flüge für 129 Euro return gefunden, realistischer scheinen aktuell aber 200-340 Euro zu sein. Buchbar über ltur.com/de. Dann auf “Super Last Minute->Flüge” gehen. Für jemanden, der länger im Voraus buchen möchte, empfehle ich Condor, die ab Frankfurt nonstop nach Male fliegt. Hier kann man ab ca. 550 Euro nach Male kommen. Alternativen gibt es aber auch mit Etihad, Emirates oder Qatar Airways, wobei dies einen Zwischenstopp in Abu Dhabi, Dubai oder Doha erforderlich macht. Am besten könnt ihr das bei Expedia vergleichen.

Mein Hotel war das Daisy Inn, das mittlerweile Hulhumale Inn heißt. Gebucht habe ich über booking.com, aber auch hier haben die Preise mittlerweile angezogen. Kein Wunder, denn im Hotel begrüßte man mich mit den Worten: “In letzter Zeit kommen viele Deutsche hierher.”

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Karibik ab Paris ab 399 Euro

Wer kurzfristig in die Karibik möchte, für den ist das aktuelle Air France-Special genau das Richtige:

Ab Paris geht es nach St. Maarten/Saint-Martin, Guadeloupe und Martinique. Nach Paris kommt man mit dem Thalys oder ICE schnell und günstig (ab 29 Euro).

Das Angebot gilt für den Reisezeitraum von 12. September bis 13. Oktober 2011 (St. Maarten nur bis 5. Oktober 2011).

Buchbar ist das Angebot bei ebookers.de

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5-Euro-Gutschein für Air Berlin

Bis zum 19.12.2010 kann man bei lastminute.de

5 Euro bei Flügen mit Air Berlin sparen.

Einfach bei der Buchung den Gutscheincode 5rtbnapLMN12

eingeben.

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Budapest-Aktion bei lastminute.de

Bei lastminute.de gibt es derzeit eine Aktion für Hotels in Budapest.

In dieser Aktion gibt es für verschiedene Hotels bei einem Aufenthalt von zwei oder drei Nächten eine Nacht gratis dazu. Außerdem gibt es eine Gratis-Eintrittskarte für die Thermalbäder in Budapest. Bei Preisen ab 32 Euro pro Nacht sicher ein interessantes Ziel für einen Städtetrip!

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15-Euro-Gutschein für Pauschalreisen bei weg.de

Wer geplant hat, bei weg.de eine Pauschal- oder Last-Minute-Reise zu buchen, bekommt bis zum 31.12.2010 15 Euro zurück. Der Gutschein ist ab einem Mindestreisepreis von 150 Euro einsetzbar.

Gutschein-Code: DOU-15-311210-k3-9m2

Hier können Sie die genauen Bedingungen des Gutscheins einsehen.

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Buchungsportale für Hotels im Vergleich, Teil 2

Nachdem vor einigen Tagen der erste Teil des Buchungsportalvergleichs veröffentlich wurde, kommt hier nun der zweite Teil:

Bedfinder.com

Bei Bedfinder.com gibt es eine Auswahl, die nahezu an Expedia heranreicht. Positiv aufgefallen ist bei einem Test, dass bei Hotels in Amsterdam (und vermutlich auch in Städten mit ähnlichem Preis-Leistungs-Verhältnis) eine “Warnung” zu 1- und 2-Sterne-Hotels erscheint.

Vorteile:
+ übersichtliche Buchungsmaske
+ große Auswahl

Nachteile:
- auf der Ergebnisliste erscheinen die Hotels, die “Tipp” von Bedfinder.com sind zuerst, so dass man für die günstigsten Hotels nach unten scrollen muss.

Weg.de

Weg.de bietet Hotels an, die meist über einen Reiseveranstalter gebucht werden.

Vorteile:
+ Buchung über einen Reiseveranstalter, somit Serviceleistungen und Betreuung aus Deutschland.

Nachteile:
- recht unübersichtliche Buchungsmaske
- ausgefallene Ziele nicht vorhanden

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